Die Geschichte von VELLEMINFROY

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Ein gewisser Dr. Jacquez stößt bei einem Spaziergang im Jahr 1828 zufällig auf ein kleines Rinnsal, wo er seinen Durst löscht. Recht schnell wird er sich der laxativen Wirkung bewusst, die das Wasser auf seinen Organismus ausübt. Weitere Vorzüge der außergewöhnlichen Quelle treten zutage, die niemals zufriert und an ihrem Austrittspunkt beständig eine Temperatur von 14 °C aufweist.


Doch es sollen noch 30 Jahre vergehen, bis eine Entnahmestelle entsteht und erste Untersuchungen durchgeführt werden, die die außergewöhnliche Zusammensetzung der Mineralstoffe im Wasser offenbaren. Gewerblich genutzt wird die Quelle seit 1859, nach Erteilung der Zulassung durch die Académie Impériale de Médecine und auf höchstkaiserlichen Erlass von Napoléon III. Für Velleminfroy brechen goldene Zeiten an; aus ganz Europa kommen Kurgäste.

Ab 1930 werden das Mineralwasser von Velleminfroy und seine besonderen Eigenschaften wissenschaftlich erforscht. Doch dann wechselt mehrmals der Besitzer, was sich negativ auf den Betrieb auswirkt.
Inzwischen ist Velleminfroy wieder ein Wellness-Garant für alle, die sich Freude und Gesundheit in ihrem Leben wünschen.

 

Die Geschichte von Velleminfroy:

 

1828 – Entdeckung der Quelle und ihrer therapeutischen Eigenschaften::

Bei einer Jagdpartie rastet ein gewisser Doktor Jacquez – eigentlich noch ein junger Medizinstudent – an der Quelle von Velleminfroy und entdeckt so zufällig die laxativen, harntreibenden Eigenschaften des Wassers.

1859 – Erste Untersuchungen:
Ein gewisser Monsieur Descos, seines Zeichens Bergbauingenieur, und ein Monsieur Ossian, Mitglied der Académie de Médecine, führen erste Untersuchungen zu den Inhaltsstoffen des Quellwassers durch. Ergebnis: das Wasser von Velleminfroy ist genauso gut wie das von Contrexéville. Daraufhin veröffentlicht Dr. Jacquez einen Artikel, in dem er sich auf die Erfahrungsberichte seiner Patienten stützt und die Eigenschaften des Wassers von Velleminfroy würdigt. 1859: Die therapeutischen Eigenschaften des Wassers von Velleminfroy werden von der Académie Impériale de Médecine in Paris offiziell anerkannt.
Am 29. Dezember 1859 erhält Jean Martin, Mühlenbesitzer und Bewirtschafter der Quelle, die behördliche Genehmigung, Wasser an die Öffentlichkeit zu verkaufen. Um die Quelle gewerblich nutzen zu können, folgen Brunnenbauarbeiten und die Errichtung einer Wasserentnahmestelle. Die Förderung wird von 5 auf 60 l/min gesteigert. Ein 25-m2-Pavillon wird gebaut, um die Quelle vor Unwettern zu schützen. Im Inneren, über der eigentlichen Quelle, entsteht eine Skulptur von P. de Léonardi: “L’Enfant au Dauphin” (Kind mit Delfin).

1927 – Modernisierung:
Der neue Eigentümer, Edward Gaudemet, lässt umfangreiche Arbeiten durchführen. Insbesondere wird eine mechanisierte Flaschenreinigungs- und Abfüllanlage gebaut. Ein neues Flaschenverschlusssystem wird eingeführt, genannt “Goldy-Stopper”. Es erweist sich als praktischer und hygienischer als die Vorgängersysteme. Die Fördermenge beläuft sich jetzt auf 86.000 l/Tag. Der ursprüngliche Pavillon verschwindet und wird durch einen “Tempel” mit massiven, schmiedeeisernen Türen ersetzt, über denen der Sinnspruch prangt: “Fons Vivus Vitae Ac Virtutis Principium” (Lebendige Quelle – Ursprung des Lebens und der Tugend).

1949 – Ein Mineralwasser mit internationalem Renommee:
Wieder ein neuer Eigentümer. Marcel Henry übernimmt von Edward Gaudemet, der bereits 1946 verstorben ist. Das Produkt wird jetzt unter dem Namen “Franc-Comtoise” europaweit vertrieben (Frankreich, Deutschland, Belgien), aber auch in den USA und den (zu diesem Zeitpunkt noch existierenden) frz. Gebieten in Nordafrika und Südostasien (Algerien, Marokko, Indochina). Jeden Tag verlassen 7.000 Flaschen das Werk.

1962 – Der Betrieb wird eingestellt:
Das Projekt einer Badeanstalt mit einem Becken von 25 x 12 m kommt über das Planungsstadium nicht hinaus. Die Pforten werden geschlossen, die Quelle sich selbst überlassen.

2004 – Die Quelle hat einen neuen Eigentümer:
Am 5. Oktober 2004 wird die Quelle mit allen Anlagen und Nebengebäuden am Landgericht der Kreisstadt Lure meistbietend versteigert. Der Käufer ist Paul Poulaillon, Metzgermeister und Großunternehmer, der sich einen langgehegten Wunsch erfüllt: die vergessene Quelle wieder zum Leben zu erwecken und bekannt zu machen.

Geschichte von Velleminfroy in Bildern:

Velleminfroy Dorf und seine Quelle von 1900 bis 1950.